Donnerstag, 11. August 2016

Mündels Delogierung und Präventions-Maßnahmen

Derzeit werden uns immer wieder Familien-Tragödien mitgeteilt - es geht darum, dass SachwalterInnen und Bezirksgerichte den Kontakt zwischen älteren Menschen und deren Angehörigen verhindern!

Die Wohnung wird aufgelöst, das Haus wird vom Sachwalter, der Sachwalterin verkauft - die Angehörigen haben keine Akteneinsicht und der Kurand/ die Kurandin wird gegen den Willen der Angehörigen und seiner selbst in ein Pflegeheim transferiert (manchmal unter Menschenrechtsverletzenden Umständen):

Daher ist als Präventions-Maßnahme dringend zu empfehlen:

1. Inventarliste Wohnung, Haus erstellen - eventuell mit Fotos von Wertgegenständen

2. Bei Gemeindewohnung rechtzeitig für Nachfolge anmelden

3. Häuser, Wohnungen, Wertpapiere, Schmuck, Gold-Inlays in Anwesenheit eines Notars (unter notarieller Beglaubigung) verschenken an nahestehende Angehörige (Patientenvollmacht, Vorsorge-Vollmacht werden vom Bezirksgericht meistens nicht anerkannt)

4. Wenn das Gericht und SW mit allen Mitteln Kontakt des zu enteignenden Mündels zu Angehörigen verhindern will und Wertgegenstände/ Einrichtungsgegenstände versteigert werden sollen, im Notfall Strafanzeige erstatten!

5. INVENTARLISTE - Schlüssel von Wohnung, Auto etc...sichern.....mit allen legalen Mitteln gegen die Enteignung und Entrechtung vorgehen.

6. Wichtig ist auch, dass abgesichert ist, dass das Pflegeheim nicht allzu teuer ist - damit die Angehörigen nach Ableben des Mündels nicht den Restbetrag zahlen müssen (im Vergleich zu Rente/ Pension) - Pflegeheime kosten bis zu 4.000 Euro.

Dabei ist es oft fatal (und wohl beabsichtigt), dass die Angehörigen keinerlei Mitsprache-Recht bei der Auswahl des Pflegeheims erhalten. 

Uns ist ein Fall bekannt, wo nach Ableben des Mündels (Nationalratspension) das Pflegeheim in NÖ (im Besitz der Gemeinde Wien) 120.000 Euro (in Worten: hundertzwanzigtausend Euro) von den Angehörigen des verstorbenen Kuranden verlangte. 

Es stellte sich heraus, dass es ein versuchter Betrug war!!!

Nur durch die Bekanntschaft mit Top-JuristInnen konnten die Angehörigen die Geldforderung abwenden! 


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